Ein paar praktische Tipps:
Die folgenden Spritspartipps haben wir für Sie bei Automobilclubs, Fachwerkstätten und Berufskraftfahrern recherchiert.
- Ihr Fuss auf dem Gaspedal - Fahrtweise
Das zweitgrößte Sparpotential liegt in Ihrem rechten Bein, wenn sich Ihr Fuß auf dem Gaspedal Ihres Fahrzeuges befndet
Schon eine Reduzierung der Geschwindigkeit um 10% (bei Tempo 160) hat eine Spritersparnis von ca. 20% zur Folge.
Experten gehen davon aus, daß bei einer defensiven Fahrweise rund 30% Sprit gegenüber forscher Fahrweise eingespart werden kann. - Vorrausschauend fahren
Jeder Beschleunigungsvorgang verbraucht wesentlich mehr Energie, als eine erreichte Geschwindigkeit beizubehalten.
Jeder Bremsvorgang vernichtet Bewegungsenergie, bzw. wandelt diese in Wärme um. - ReifenluftdruckDie Bedeutung des richtigen Reifendrucks wird oft unterschätzt. Doch schon bei 0,2 bar geringer Reifendruck erhöht sich der Rollwiderstand und sorgt somit für einen Mehrverbrauch von etwa einem Prozent. Ist der Druck noch geringer, steigt der Spritkonsum weiter. Deshalb alle 14 Tage Reifendruck checken. Zusätzliches Einsparpotenzial bieten rollwiderstandsoptimierte Reifen. Durch spezielle Gummimischungen und Profile rollen sie leichter als herkömmliche Pneus. Je nach Einsatzbedingung - Fahren mit konstantem Tempo ist am wirkungsvollsten - sparen sie zwischen 0,3 und 0,7 l/100 km. Welcher Reifen besonders sparsam ist, wird bei Reifentest von ADAC oder Stifung Warentest ermittelt.
- Auto stehen lassenDas größte Einsparpotential liegt inder Chance bei jeder Autofahrt voher zu überlegen:
- Ist diese Fahrt im Moment notwendig? Kann ich sie mit einer weiteren Fahrt verbinden?
- Kann ich diese Fahrt besser mit einem anderen Verkehrsmittel (Bahn, Bus) oder gar zu Fuss erledigen?
- Kann ich den Zweck auch mit einer Fahrgemeinschaft oder Carsharing erreichen?
- Gewicht - Aerodynamik Jedes zusätzliche Kilogramm kostet Kraftstoff. Übers Jahr sammeln sich häufig im Innen- oder Kofferraum Utensilien an, die nicht ständig an Bord sein müssen. Deshalb ist es sinnvoll, den Wagen von Zeit zu Zeit davonb zubefreien. Faustregel: 100 kg Gewicht verursachen einen Mehrverbrauch von 0,3 l/100 km.
Aerodynamik: Alles, was auf oder am Auto transportiert wird, stört die Aerodynamik und kann zum Spritfresser werden. Fahrrad-Dachträger ohne Drahtesel treiben die Tankrechnung um ca. 10 Prozent nach oben, mit Bikes bestückt sogar um fast 40 Prozent (bei 100 km/h). Bei Heckträgern kommen 20 bzw.sogar fast 50 Prozent zustande! Skiträger oder Gepäckboxen auf dem Dach kosten, wenn sie nicht benötigt werden, unnötig Kraftstoff. Auch offene Fenster sorgen für ungünstige Luftwirbel. Besonders bei höheren Geschwindigkeiten wirkt sich das beim Verbrauch negativ aus. - Nicht benötigte oder heimliche Verbraucher ausschalten
Es gibt es eine Vielzahl von Ausstattungsdetails, die oft im Stillen ihren Dienst verrichten. Bekanntestes Beispiel: die Klimaanlage. Für diesen Frischespender werden unter Extrembedingungen zwischen zwei und vier Liter mehr pro 100 km benötigt.
Ähnliches gilt für die Standheizung. Auch das Einschalten elektrischer Verbraucher wie Heckscheibenheizung oder Nebelscheinwerfer erhöht den Kraftstoffkonsum. Der dafür benötigte Strom kommt von der Lichtmaschine. Diese läuft zwar permanent im Motor mit. Muss sie jedoch mehr Strom liefern, erhöht sich ihr Drehwiderstand, d. h. der Motor braucht für den Antrieb mehr Kraft.
Als Faustregel gilt: 100 Watt elektrische Leistung entspricht einem Mehrverbrauch von 0,1 l/100 km. Bei vielen eingeschalteten Systemen kommen so leicht 0,5 l/100 km zusammen. Wichtig: Verkehrsicherheit geht vor. Verbraucher trotz Notwendigkeit nicht einzuschalten ist sicher am falschen Fleck gespart. - Fahren mit niedriger Drehzahl
Moderne Motoren können ohne Bedenken ab einer Drehzahl von 1000 U/min ohne negativen Auswirkungen für den Motor betrieben werden. Frühes Hochschalten und innerhalb der Ortschaft mit dem 3 oder 4 Gang ist völlig in Ordnung. Die vielen Vorurteile die sich um das Fahren mit niedrigen Drehzahlen ranken, sind allesamt nicht oder nicht mehr gültig. - Alternative Antriebskonzepte
Der ADAC meint dazu: Mit Wirkungsgraden von ca. 40 Prozent beim Diesel- und 32 bis 33 Prozent beim Ottomotor gibt es bei der Antriebstechnik noch genug Verbesserungspotenzial. Erste Ansätze hierzu bieten Hyb-rid-Autos. Sie verfügen zusätzlich zum normalen Verbrennungsmotor über einen Elektromotor, der zum Anfahren und Fahren mit geringer Geschwindigkeit genutzt wird. Die Energie dazu gewinnen diese Fahrzeuge beim Bremsen. Dann wird der Elektromotor als Generator genutzt, der Batterien oder Hochleistungskondensatoren speist.
Aber auch mit anderen alternativen Antrieben wird schon in der Praxis experimentiert - zbsp. Wasserstoff - in Brennstoffzellen. - Fahrzeugwahl
Schon bei der Auswahl des Fahrzeuges liegt viel Sparpotential. Größe, Hubraum und Antriebskonzept sind hierfür entscheident. Ein hubraumschwaches Fahrzeug, das oft auf Überlandfahrten hochtourig betrieben werden muß, verbaucht mehr Sprit als ein Fahrzeug mit einem hubraumstärkeren Motor, welches mit geringere Drehlzahl auskommt. Auch der Luftwiderstand eines Fahrzeuges hat einen großen Einfluss auf den Verbruach - vor allem bei höheren Geschwindigkeiten. - Leichtlauföle - für Kurzstrecken
Wer besonders viel Kurzstrecke fährt, kann mit einem Leichtlauföl bis zu 4% Sprit sparen. Wirtschaftlich sollte aber der Mehrpreis des Öles in die Berechnung mit einfließen. - Super-Kraftsoffe
Einige Mineralölgesellschaften verkaufen besonders beworbene SuperBenzine. Meistens wird bei Prüfstand-Messungen eine Spritersparnis von maximal 2% ermittelt. Gleichzeitig sind diese Treibstoffe aber bis zu 10% teurer als ebenfalls verwendbare Treibstoffe. Wirtschaftlich wird bein Einsatz solcher Treibstoffe kein positiver Effekt erziellt. - Additive
Öl- und Kraftstoffadditive können den Spritverbauch senken, wenn Sie den Reibwiderstand senken oder Ablagerungen beseitigen die sich im Motor angesammelt haben. Gute Präperate können ca 3-5% Erspanis bewirken. Das Additiv muß allerdings bei jedem Tank- oder Ölwechselvorgang erneut zugegeben werden. - Motor- Getriebebeschichtung
Es gibt einige seriöse Anbieter, die Präperate anbieten, die auch nach einem Ölwechsel noch im Motor vorhanden sind. Dieser Umstand lässt deutlich den Unterschied zu einem Additiv, dessen Wirkung nä,lich mit dem nächsten Ölwechsel verloren geht, wenn das Additiv nicht erneut zugesetz wird. Eine Motor- und Getriebebeschichtung mit Schwer PTFE wie sie z.Bsp.in Form von SX-6000 von QMI angeboten wird, haben eine Wirkungsdauer von mindestens 80.000 km. Bei Langstreckenfahrzeugen konnte man die Wirkung weit über 100.000 km nachweisen. Anwenderberichte und Tests haben übereinstimmend eine Ersparnis von 5% ermittelt. Oft auch noch darüber. Mit dem Online Rechner können Sie für Ihr Fahrzeug selbst rechnen nach wieviel Kilometer sich die Kosten der Beschichtung schon bezahlt gemacht haben. So ergibt sich eine Ersparnis die spürbar in Ihrem Geldbeutet ist und von der auch die Umwelt profitiert. Selbstverständlich können Sie dort auch mit anderne Erspariswerten rechnen, so daß Sie z.B. auch geringere Ersparniswerte Ihrer Berechnung zu Grunde legen können.
